19.07.2010
   
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biosustain baut Brücken zwischen Süd und Nord
Unternehmerische Chancen durch nachhaltigen Handel

Nachhaltiger Handel fördert bei Unternehmern das Bewusstsein für sozial
und umweltgerechtes Handeln, das sich auch in positiven Bilanzen wiederspiegelt.

Noch in den 70er Jahren waren etliche der Organisationen, die heute uneinge-
schränkt und glaubwürdig eine ökologisch orientierte Landnutzung vertreten,
der Überzeugung, daß durch die Einführung und die Verbreitung des
sogenannten "technologischen Paketes" (d.h. massiver Einsatz von
synthetischen Düngern und Pestiziden) eine dauerhafte Ertragssteigerung und
damit Einkommensverbesserungen auch bei Kleinbauern zu erreichen sei.
Mit Beginn der 80er Jahre setzte sich allmählich die Erkenntnis durch, daß diese Verfahren alleine, insbesondere die ausschließlich technologische Herangehensweise, keine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung bewirken. Dies nicht nur wegen der negativen
ökologischen Konsequenzen, sondern auch, weil sie unter den gegebenen Rahmenbedingungen für die kleinbäuerlichen Betriebe nicht wirtschaftlich waren.

Die ökologische Landnutzung hat seit dieser Zeit in dem Maße an Bedeutung
gewonnen, als Methoden und Verfahren entwickelt wurden, die für den
Kleinbauern eine ökonomisch tragfähige Alternative zu den konventionellen Anbauverfahren darstellen. In den reichen Industrieländern ist in den letzten
50 Jahren der Wohlstand um das Siebenfache gewachsen. Dennoch leiden in
den Entwicklungsländern noch immer mehr als 800 Millionen Menschen an
Hunger und Unterernährung und etwa 1,3 Milliarden Menschen leben in Armut.
Der überwiegende Teil lebt in ländlichen Gebieten.

Strategien zur Überwindung von Massenarmut berücksichtigen daher vor allem
die ländliche Entwicklung und Wertschöpfung aus der Landwirtschaft.